Seit dem 1. Januar 2026 gilt an den Wertstoffhöfen im Kreis Coesfeld für bestimmte Elektrogeräte das sogenannte Thekenmodell. Doch warum werden diese Geräte nicht mehr direkt in die Container geworfen?
Wer ein Elektrokleingerät am Wertstoffhof abgeben möchte, kennt vielleicht die neue Situation: Statt das Gerät selbst in einen Container zu werfen wie bisher, wird es an der Annahmetheke abgegeben. Dort prüfen nun Mitarbeitende das Gerät und übernehmen anschließend die fachgerechte Einsortierung.
Wer ein Elektrokleingerät am Wertstoffhof abgeben möchte, kennt vielleicht die neue Situation: Statt das Gerät selbst in einen Container zu werfen wie bisher, wird es an der Annahmetheke abgegeben. Dort prüfen nun Mitarbeitende das Gerät und übernehmen anschließend die fachgerechte Einsortierung.
Beim Thekenmodell werden bestimmte Elektroaltgeräte nicht mehr selbstständig in die Sammelcontainer gegeben. Stattdessen werden sie an einer Annahmetheke des Wertstoffhofs abgegeben.
Geschultes Fachpersonal prüft die Geräte unter anderem darauf, ob sie einen fest verbauten Akku oder eine andere Batterie enthalten. Anschließend werden die Geräte entsprechend ihrer Eigenschaften und der geltenden Sicherheitsvorgaben einsortiert.
Die Regelung betrifft Elektroaltgeräte der Sammelgruppen 2, 3 und 5. Dazu gehören zum Beispiel:
Bei vielen modernen Geräten ist von außen nicht ohne Weiteres zu erkennen, ob ein Akku fest verbaut ist. Das gilt beispielsweise auch für bestimmte Spielzeuge oder sogenannte smarte Produkte.

An einer Annahmetheke werden Elektrokleingeräte durch Fachpersonal auf verbaute Akkus geprüft und anschließend sicher gelagert.
Die Brandgefahr in Entsorgungsanlagen und Müllfahrzeugen ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. Werden Elektrogeräte in einem Container übereinandergeworfen oder durch andere schwere Gegenstände belastet, können darin enthaltene Akkus beschädigt werden. Im ungünstigsten Fall kommt es zu einem Kurzschluss und einer starken Erhitzung. Der Akku kann sich entzünden und einen Brand auslösen.
Die Fachkräfte am Wertstoffhof können Geräte prüfen, bei denen ein Akku von außen nicht eindeutig erkennbar ist. Dadurch lassen sich mögliche Gefahren bereits bei der Annahme berücksichtigen.
Die Menge an Elektroaltgeräten nimmt zu: Im Jahr 2025 wurden im Kreis Coesfeld insgesamt 1.325,68 Tonnen Elektroschrott erfasst. Das entspricht rund 5,54 Kilogramm pro Einwohner. Im Jahr 2024 waren es noch 1.253,72 Tonnen.
In Elektroaltgeräten stecken zahlreiche wertvolle Rohstoffe – darunter beispielsweise Kupfer, Gold, Silber, Eisen, Glas und Kunststoffe. In einigen Geräten finden sich auch sogenannte seltene Erden. Viele dieser Rohstoffe sind nur begrenzt verfügbar. Umso wichtiger ist es, Elektrogeräte möglichst lange zu nutzen und die enthaltenen Materialien nach dem Ende ihrer Lebensdauer zurückzugewinnen.
Eine getrennte und fachgerechte Sammlung trägt damit nicht nur zum Brandschutz, sondern auch zum Ressourcenschutz und zur Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe bei.
Abfälle richtig entsorgen: Batterien und Akkus
Wertstoffhöfe im Kreis Coesfeld