Coesfeld, Februar 2026 - Die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC) und die Stadt Lüdinghausen haben der REMONDIS Münsterland GmbH & Co. KG erneut den Zuschlag für die Sammlung und den Transport von Hausmüll im Kreis Coesfeld erteilt. Der neue Vertrag beginnt im Jahr 2027 und läuft über sieben Jahre, wodurch die zuverlässige Abfallentsorgung in allen Kommunen des Kreises gesichert ist.
Die Ausschreibung und Vertragsgestaltung erfolgten in enger Abstimmung mit allen Städten und Gemeinden des Kreises. Zum Leistungsumfang gehören das Einsammeln und Abfahren von Restmüll, Bioabfall und Altpapier sowie die Gebietsabfuhren von Grünabfall und Sperrmüll.
Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr betont, dass sich die interkommunale Zusammenarbeit im Kreis Coesfeld erneut bewährt habe. Angesichts steigender Anforderungen an die Abfallwirtschaft und komplexer gesetzlicher Vorgaben sei es wichtig, gemeinsam verlässliche und wirtschaftliche Lösungen zu entwickeln, die den Bürgerinnen und Bürgern eine sichere und kosteneffiziente Abfallentsorgung garantieren.
Kommunen und öffentliche Einrichtungen unterliegen dem Gesetz über die Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge (SaubFahrzeugBeschG), dieses verpflichtet öffentliche Auftraggeber seit 2021, verbindliche Mindestquoten für die Beschaffung emissionsarmer und emissionsfreier Fahrzeuge einzuhalten. Im Bereich der Abfallentsorgung bedeutet dies, dass bei der Vergabe entsprechender Dienstleistungen oder der Beschaffung neuer Entsorgungsfahrzeuge die Vorgaben zur Einhaltung von Sauberkeitsstandards erfüllt werden müssen.
„Für die Jahre 2026 bis 2030 sieht der gesetzliche Rahmen eine Quote von 15 Prozent emissionsarmer Lkw vor. In der Ausschreibung haben wir jedoch in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden im Kreis Coesfeld bewusst eine deutlich höhere Mindestquote von 30 Prozent festgelegt“, erklärt Stefan Bölte, Geschäftsführer der WBC. „Damit setzen wir ein klares Zeichen für den Klimaschutz und schaffen schon heute die Grundlage für eine zukunftsfähige Abfalllogistik.“
Peter Brunsbach, Geschäftsführer der REMONDIS Münsterland GmbH & Co. KG, verweist in diesem Zusammenhang auf die bereits vorhandene Praxiserfahrung des Unternehmens mit emissionsarmen Antrieben. REMONDIS setze im Kreis Coesfeld schon heute Abfallsammelfahrzeuge mit Biomethan-Antrieb ein – aktuell seien bereits 21 Fahrzeuge dieser Art im Einsatz, erläutert Brunsbach, und ergänzt, dass die Flotte in den kommenden Jahren kontinuierlich erweitert werden soll. Die für den Zeitraum bis 2030 geltenden gesetzlichen Mindestquoten für emissionsarme Fahrzeuge würden damit bereits heute erfüllt.

stehend v.l.n.r.: Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Tobias Stehling (Geschäftsführung REMONDIS Münsterland GmbH & Co. KG), Norbert Rethmann (Ehrenaufsichtsratsvorsitzender der RETHMANN-Gruppe), Thorsten Feldt (Geschäftsführer REMONDIS für die Region West)
sitzend v.l.n.r.: Ansgar Mertens (Bürgermeister Lüdinghausen), Stefan Bölte (Geschäftsführer WBC), Peter Brunsbach (Geschäftsführung REMONDIS Münsterland GmbH & Co. KG) © Kreis Coesfeld
Die offizielle Vertragsunterzeichnung fand am Dienstag, 17. Februar 2026, statt. Unterzeichnet wurde der Vertrag durch Stefan Bölte für die WBC sowie durch Peter Brunsbach, Geschäftsführer der REMONDIS Münsterland GmbH & Co. KG, und Ansgar Mertens, Bürgermeister von Lüdinghausen, im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern der Vertragspartner.